Wandel eines Preußenschlosses

0

• Aufwendig gepflasterter Innenhof
• 200 000 Pflasterklinker Sorte Potsdam verlegt
• Penter-Produkt aus dem brandenburgischen Calau

Hannover, Oktober 2016 (PRG) – Ist das Potsdamer Stadtschloss ein Schloss oder nicht? Die Antwort steht auf sieben Metern an der Westfassade. „Ceci n’est pas un château“, „Dies ist kein Schloss“ – denn der Sitz des Brandenburger Landtags ist ein Neu-bau nach historischem Vorbild. Für die Neugestaltung des Innen-hofes wählte der Dresdner Architekt Peter Kulka aus dem Penter Pflasterklinkerprogramm von Wienerberger die Sortierung Potsdam. Dieser Pflasterklinker aus gebranntem Ton wird im Ziegel-werk Buchwäldchen im brandenburgischen Calau gefertigt.

Am 20. Mai 2005 beschloss der Landtag Brandenburg, in der Mit-te der Landeshauptstadt ein neues Landtagsgebäude zu errichten. Der Landtagssitz sollte auf den historischen Grundrissen des ehe-maligen Preußenschlosses entstehen. Georg Wenzeslaus von Kno-belsdorff, Baumeister Friedrich des Großen, errichte das Stadt-schloss zwischen 1744 und 1751 in der Potsdamer Mitte am „Al-ten Markt“. Das Berliner Politbüro ließ das 1945 durch Bomben stark beschädigte Schloss trotz internationaler Proteste 1960 sprengen. In enger Abstimmung zwischen Architekt, Bauunter-nehmer BAM Deutschland AG, Behörden und Förderern, erfolgte ab 2010 die Rekonstruktion der Sandsteinfassade auf den äußeren Grundrisskanten des ehemaligen Stadtschlosses. Zwei Kopfbauten im Norden sind über zwei Seitenflügel mit dem Südflügel verbun-den. Das Gebäudeensemble und der Innenhof sind weitestgehend unterkellert, unter anderem mit einer Tiefgarage mit circa 170 Stellplätzen.

„Das Dach der Tiefgarage bildet das Pflasterbett für den aufwen-dig verklinkerten Innenhof. Viele Details zur Möblierung und Be-leuchtung mussten bei den Pflasterarbeiten berücksichtigt werden, beispielsweise Bänke, Spot- und Grünflächeneinfassungen sowie das Blindenleitsystem“, sagt BAM-Bauleiter Dieter Buttchereit.

Exakt in der Flucht

Die aufwendig gestaltete Freifläche im Innenhof ist ein Paradebei-spiel für eine optisch sehr hochwertige Pflasterklinkerverlegung auf großer Fläche. Ohne Abstandshalter ist die Fugenausbildung trotzdem einheitlich und exakt in der Flucht. Auf circa 4 200 Quadratmetern ebener Fläche wurden insgesamt 200 000 Pflaster-klinker im Ellenbogenverband verlegt. Zum Einsatz kam der vio-lettbraun nuancierte Pflasterklinker Potsdam im Format 200 x 100 x 52 Millimeter mit Fase. „Mit dem Pflasterklinker Potsdam fiel die Entscheidung auf ein hochwertiges Produkt, das architekto-nisch hervorragend in die Gesamtgestaltung des Innenhofbereiches passt und noch dazu in der Region Brandenburg gefertigt wird“, sagt Bauleiter Dieter Buttchereit.

Wie kaum ein anderes Material zeichnet sich der extra hart ge-brannte Klinker durch seine hohe Strapazierfähigkeit, Gestaltungs-vielfalt und lebenslange Farbechtheit aus. Auch die Sicherheit öf-fentlicher Flächen ist für Planer und Verantwortliche ein Aus-wahlkriterium. Wie alle Produkte aus dem Penter-Sortiment ist auch der gewählte Pflasterklinker Potsdam trittsicher, abrieb- und rutschfest. Er ist extrem beständig gegen Frost, Schmutz, Um-weltbelastungen, Chemikalien und Naturgewalten.

Technisch ausgefeilte Details

Das moderne Erscheinungsbild der gesamten Innenhoffläche wird durch zahlreiche aufwendige Details vor der barocken Fassade in Szene gesetzt. Notwendige individuelle Anpassungen erfolgten während der Verarbeitung durch Zuschnitt der Pflasterklinker vor Ort. Für die Umrandung der Bodenlichtspots wurden die Klinker zunächst in einem festen Rahmen verlegt. „Anschließend wurden die erforderlichen Maße eines Lichtspots mittels Kernbohrung ausgebohrt. Mit den abgerundeten Klinkern wurden die Spots sorgfältig eingefasst“, berichtet Dieter Buttchereit.

Pflasterklinker für jeden Anspruch

Ob individuelles Handstrichpflaster, gerumpelte Klinker im Retro-Stil oder Sonderformate – Planer können bei Wienerberger aus 56 zur Verfügung stehenden Farben und Formaten wählen. Von klas-sischen roten und rotbunten Ziegeltönen bis zu Trendfarben wie anthrazit reicht das umfangreiche Produktsortiment. Speziell für kommunale Projekte können Sonderlösungen wie extra aufgeraute Oberflächen, Abstandshalter oder Sonderformate realisiert wer-den.

Sitz des Landtags Brandenburgs ist das Terrain des Potsdamer Stadt-schlosses am Alten Markt. Er wur-de auf den historischen Grundris-sen des ehemaligen Preußenschlos-ses neu gebaut. Vom modern ge-stalteten Innenhof fällt der Blick auf die barocke Fassade, hier mit dem Ausgang am Fortuna-Portal. Dahinter die Kirche St. Nikolai. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Sitz des Landtags Brandenburgs ist das Terrain des Potsdamer Stadt-schlosses am Alten Markt. Er wur-de auf den historischen Grundris-sen des ehemaligen Preußenschlos-ses neu gebaut. Vom modern ge-stalteten Innenhof fällt der Blick auf die barocke Fassade, hier mit dem Ausgang am Fortuna-Portal. Dahinter die Kirche St. Nikolai. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Im weitläufigen Innenhof wurden auf 4 200 Quadratmetern ebener Fläche 200 000 Pflasterklinker ver-legt. Der violettbraun nuancierte Klinker Potsdam aus dem Penter-Programm steht in schönem Kon-trast zur Rasenfläche, auf der Künstler das Schloss Sans-coussi adaptierten. Regionales Plus: Das Belagmaterial wurde in Branden-burg produziert. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Im weitläufigen Innenhof wurden auf 4 200 Quadratmetern ebener Fläche 200 000 Pflasterklinker ver-legt. Der violettbraun nuancierte Klinker Potsdam aus dem Penter-Programm steht in schönem Kon-trast zur Rasenfläche, auf der Künstler das Schloss Sans-coussi adaptierten. Regionales Plus: Das Belagmaterial wurde in Branden-burg produziert. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Verbandswechsel: Dort, wo der Ellenbogenverband auf Blinden-leitplatten trifft, wurde ein Läufer-band aus Pflasterklinkern vorgela-gert. Die hellen Leitplatten befin-den sich in der historischen Klin-kerrinne. Der Landtag als öffentlich zugängliches Gebäude erfüllt so bereits in der Zuwegung über den Innenhof Auflagen für einen be-hindertengerechten Zugang. Die rutschfesten und trittsicheren Pflas-terklinker leisten ihren Beitrag da-zu. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Verbandswechsel: Dort, wo der Ellenbogenverband auf Blinden-leitplatten trifft, wurde ein Läufer-band aus Pflasterklinkern vorgela-gert. Die hellen Leitplatten befin-den sich in der historischen Klin-kerrinne. Der Landtag als öffentlich zugängliches Gebäude erfüllt so bereits in der Zuwegung über den Innenhof Auflagen für einen be-hindertengerechten Zugang. Die rutschfesten und trittsicheren Pflas-terklinker leisten ihren Beitrag da-zu. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Durch das Sonnenlicht entwickelt der violettbraun nuancierte Pflas-terklinker Potsdam ein besonderes Farbspiel. Die Farbechtheitist dau-erhaft. Der Läuferverband vor den Rasenflächen verhindert, dass Scherkräfte wirken und den großen Belag „auseinander treiben“. Die Sitzmöbel aus Beton nehmen gleichzeitig die Belüftung der Tief-garage auf. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Durch das Sonnenlicht entwickelt der violettbraun nuancierte Pflas-terklinker Potsdam ein besonderes Farbspiel. Die Farbechtheitist dau-erhaft. Der Läuferverband vor den Rasenflächen verhindert, dass Scherkräfte wirken und den großen Belag „auseinander treiben“. Die Sitzmöbel aus Beton nehmen gleichzeitig die Belüftung der Tief-garage auf. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Die mit dem Pflasterklinker Pots-dam belegten Flächen rahmen zwei Grünareale ein. Die Materialeigen-schaften des gebrannten keramischen Be-lagmaterials prädestinieren es für stark strapazierte Flächen. Pflaster-klinker sind trittsicher, abrieb- und rutschfest sowie beständig gegen Schmutz und Umwelteinflüsse. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Die mit dem Pflasterklinker Potsdam belegten Flächen rahmen zwei Grünareale ein. Die Materialeigen-schaften des gebrannten keramischen Be-lagmaterials prädestinieren es für stark strapazierte Flächen. Pflaster-klinker sind trittsicher, abrieb- und rutschfest sowie beständig gegen Schmutz und Umwelteinflüsse.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Der neue Landtag Brandenburgs ist auch eine Touristenattraktion. Der Besucherdienst empfängt jedes Jahr viele tausend Gäste, die durch den Gebäudekomplex geführt werden. Üblicherweise gehören dazu viele Schülergruppen. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Der neue Landtag Brandenburgs ist auch eine Touristenattraktion. Der Besucherdienst empfängt jedes Jahr viele tausend Gäste, die durch den Gebäudekomplex geführt werden. Üblicherweise gehören dazu viele Schülergruppen. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Der Schriftzug an der Westfassade stammt von der Potsdamer Künstle-rin Anette Paul. Mit der Aussage „Dies ist kein Schloss“ wird die Metamorphose des Preußenschlos-ses zum jetzigen Landtag von Brandenburg verkündet. Damit bezog der Bauherr Position zur Diskussion über den historisieren-den Neubau unter den Architekten. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Der Schriftzug an der Westfassade stammt von der Potsdamer Künstlerin Anette Paul. Mit der Aussage „Dies ist kein Schloss“ wird die Metamorphose des Preußenschlos-ses zum jetzigen Landtag von Brandenburg verkündet. Damit bezog der Bauherr Position zur Diskussion über den historisieren-den Neubau unter den Architekten. Foto: Wienerberger / Jens Krüger

Wienerberger auf der BAU 2017: Halle A3, Stand 100/101

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.wienerberger.de

Teilen.

Hinterlasse eine Antwort